Semantische Suchmaschine "WOLFRAM ALPHA"
Wolfram Alpha die angeblich revolutionäre neue Suchmaschinen soll, zumindest, wenn man mancher Ankündigung glaubt, dem Suchmaschinen-Giganten das Wasser abgraben können.Doch ob dies tatsächlich so eintreten wird, muss sich erst noch zeigen, Experten sind hier skeptisch. Noch im Mai soll das neue Angebot an den Start gehen, aktuell ist das Eingabefeld auf der Homepage allerdings noch nicht freigeschaltet.
Schon in der Vergangenheit waren angebliche Google-Killer auf den Markt getreten, die dann aber wieder in der PR-Versenkung verschwanden. Bekannter Fall ist hier die Suchmaschine Cuil, die vor allem mit einer grösseren Zahl an indizierten Webseiten aufwarten sollte und zudem passendere Treffer versprach. In der Praxis fiel das Ergebnis dann aber ernüchternd aus. Zum einen bezweifelten Experten den angeblich grösseren Web-Index, zum anderen konnte von einer "optimierteren" Trefferliste als bei Google in der Regel keine Rede sein. In der Folge wurde es denn auch still um Cuil.
Mit Wolfram Alpha tritt allerdings ein ganz anderes Konzept an, so dass der Vergleich mit Google bisweilen hinkt. Der neue Dienst will nämlich vielmehr eine Frage-Antwort-Maschine als eine Suchmaschine sein: Sie soll auch komplexe Fragen beantworten können, und das nicht über die sture Ausgabe von passenden Webseiten, sondern eben als echte Antwort.
Was Wolfram Alpha hier mitbringt, wird als so genannte "semantische Suche" bezeichnet. Die eingegebene Frage in "natürlicher Sprache" wird so umgesetzt, das der Rechner sie auswerten kann. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich tatsächlich um ganze Sätze handelt, oder wie bekannt um einzelne Suchworte, die eine Frage implizieren seitens der Suchmaschine sinnvoll verknüpft werden sollen. Der Erfinder Stephan Wolfram selbst ist zumindest offensichtlich nicht gerade ein Tiefstapler: Mit Wolfram Alpha sei es möglich, etwas neues herauszufinden.
Ganz so stimmt dies natürlich nicht, denn selbstverständlich greift Wolfram Alpha auf bestehendes Wissen zurück. Der Dienst setzt aber auf eine grundlegend andere Philosophie und Technik, denn er kann das vorhandene Wissen entsprechend der eingegebenen Frage aufbereiten: Der Marktführer Google durchsucht das Netz "einfach" nach Seiten, die die vom Anwender eingegebenen Suchworte enthalten. In der Folge erhält der Nutzer eine Liste mit diesen Webseiten, die nach dem Google-Algorithmus in ihrer angenommenen Wichtigkeit geordnet werden. Wolfram Alpha indes durchsucht bestimmte Datenbanken, die vorab ausgewählte und aufbereitet wurden, und versucht, die eingegebene Frage direkt zu beantworten, sei es durch eine Textausgabe, oder aber durch passende Grafiken, und dabei auch "neue" Verknüpfungen in den Antworten zu liefern. Hierzu nutzt Wolfram, Erfinder des bekannten, mathematischen Softwarepakets Mathematica, unter anderem Techniken eben dieser Software.
Labels: Search Engines, Semantische Suche, Suchmaschinen


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